Wenn Freibäder in der Corona-Zeit öffnen, müssen diese einiges beachten. Während bei Schönwetterbedingungen große Besucherzahlen erwartet werden, sehen aktuellen Regelungen eine starke Beschränkung der maximale Besucheranzahl vor. In diesem Artikel beschreiben wir die Maßnahmen für das Einlassmanagement während der Corona-Zeit mit Bezug auf den DGfdB-Pandemieplan.

Maßnahmen zum Ansteckungsschutz in Schwimmbädern

Damit die Badegäste die Abstandsregeln einhalten, kann es erforderlich werden, die Zahl der gleichzeitig anwesenden Besucher zu verringern. Dies kann durch präventive Maßnamen, wie eine online Buchung eines Badeaufenthaltes geschehen. Aufklärung und Kontrolle an der Kasse, Maßnahmen im Umkleidebereich und entsprechende Aufsicht sind ebenfalls notwendig. Grundsätzlich gilt, dass der Schwimmbadbetreiber für den Badegast die Voraussetzungen schaffen muss - für die Einhaltung selbst aber der Badegast verantwortlich ist.

In Schwimmbädern gilt eine Maskenpflicht entsprechend der aktuellen behördlichen Vorgaben. Für Hallenbäder wird empfohlen, Masken vom Betreten des Bades bis zu den Umkleiden zu tragen. In Freibädern sollen Masken in geschlossenen Räumen, wie Toiletten und Umkleideräumen getragen werden. Des Weiteren empfehlen wir das Tragen von Masken in Eingangs- und Ausgangsbereichen, da es dort zu engem Kontakt zwischen den Gästen und dem Personal kommen kann.

Bestimmung der maximalen Besucherzahl für Freibäder

Zur Festlegung der max. Besucherzahlen in Freibädern müssen zwei Berechnungsgrundlagen herangezogen werden. Dabei ist das Verhältnis von Wasserflächen zu Liegefläche dafür entscheidend, ob die Berechnung auf der Grundlage der Wasserfläche oder der Liegefläche durchgeführt wird. Bitte beachten Sie, dass je nach Stadt die Berechnungsgrundlagen abweichen können und dies die Empfehlung aus dem DGfdB-Pandemieplan-Baeder ist.

Step 1: Berechnung der Quadratmetern
Bitte vermessen Sie Ihre Liegeflächen, Schwimmerbereiche und Nichtschwimmerbereiche.

Step 2: Berechnung der Kapazität

  • Liegefläche qm / 15 = max. Anzahl für den Bereich
  • Schwimmerbereiche qm/ 6 = max. Anzahl für den Bereich
  • Nichtschwimmerbereiche qm/ 3,6 = max. Anzahl für den Bereich

Step 3: Bestimmung der max. Besucheranzahl
Für das Verhältnis von Besuchern, die sich im Wasser, auf den Verkehrswegen, in den Funktionsgebäuden und auf der Liegewiese befinden, gibt es keine empirischen aussagekräftigen Daten. Für einen heißen und gut besuchten Sommertag kann ein Verhältnis von einem Drittel Wasser zu zwei Dritteln Liegefläche angenommen werden.

Step 3a: Berechnung nach Wasserfläche:
Max. Besucheranzahl= ((Nichtschwimmerbereiche qm/6) + (Schwimmerbereiche qm/ 3,6)) x 3

Für die Ermittlung der max. Besucheranzahl nach der Wasserfläche, muss davon ausgegangen werden, dass sich alle diese Besucher gleichzeitig auf der Liegewiese befinden können. D.h.:
Max Besucheranzahl < max. Besucheranzahl Liegewiese

Step 3b: Belegung mit Liegeflächen als führende Größe
Wenn max. Besucheranzahl des Beckens kleiner ist als max. Besucheranzahl der Liegewiese, dann: 1/3 Belegung Schwimmbecken und 2/3 Liegewiese

Max. Besucheranzahl = Liegefläche qm / 15

Step 4: Überbuchung
Wie Fluggesellschaften ihre Flüge überbuchen, können Sie Ihr Freibad auch überbuchen. Es wird immer Gäste geben, welche trotz Reservierung nicht kommen. Für den Anfang würden wir eine Überbuchung zwischen 10% und 20% empfehlen. Natürlich hängt die Wahrscheinlichkeit auch davon ab, ob die Gäste im Vorfeld bezahlen oder nur eine Reservierung vornehmen.

Eingangsbereich

Im Eingangsbereich ist es wichtig den erforderlichen Abstand der Besucher untereinander und auch zum Personal zu gewährleisten.

Empfohlene Maßnahmen für den Eingangsbereich von Schwimmbädern:

  • Ggf. ein webbasiertes Reservierungssystem mit Begrenzung der Nutzerzahl einführen. Für die Buchung von Freibädern oder Hallenbädern bieten sich besonders Ressourcen-Buchungssysteme wie Bookingbuddy an. Bookingbuddy hat den Vorteil, dass das System für wiederholte Ereignisse, wie dem Schwimmbad Eintritt entwickelt wurde. Ticketsystem dagegen sind für einmalige Events entworfen und deswegen nicht für den Einsatz bei regelmäßigen Ereignissen oder kundenspezifischen Zeiträumen geeignet.
  • Einrichtungen für die Zählung der Zu- und Abgänge, also der Zahl der aktuell anwesenden Bade- und Saunagäste einrichten. Wir empfehlen das eigene Kassensystem zu benutzen. Beispielsweise kann bei einer Besucherkapazität von 200 Badegästen, 200 Coins für Spinde oder 200 Schlüssel für Schließfächer nach und nach herausgegeben werden. Diese werden am Ausgang wieder eingesammelt. Die Coins, Schlüssel oder andere Objekte (z.B. Plastikarten als Platzhalter) sollten nach jeder Herausgabe einmal desinfizieret werden und dann erneut herausgegeben werden. So verzählt man sich nie und kann immer garantieren, dass maximal die beispielhaften 200 Badegäste anwesend sind.
    Eine Automatisierung und Digitalisierung dieses Prozesses könnte mit Bookingbuddy erfolgen. Mit Bookingbuddy erhält jeder Gast bei seiner Buchung einen individuellen QR-Code, welcher beim Betreten und beim Verlassen gescannt werden kann. So behalten Sie und ihre Kollegen den Überblick. Da Bookingbuddy ein online Tool ist, sind auch mehrere Eingänge und Ausgänge denkbar. Zusätzlich können ihre Gäste von Zuhause sehen, wieviele Plätze noch frei sind und bequem eine Reservierung/ Buchung vornehmen.
  • Möglichkeiten zum bargeldlosen und berührungsfreien Zahlen einrichten. Wenn dies noch nicht eingerichtet ist, empfehlen wir iZettel oder SumUp. Zusätzlich können auch Buchungssystem wie Bookingbuddy die Zahlungsabwicklung für Sie im Vorhinein übernehmen und den Einlassprozess nochmals beschleunigen.
  • Abstandsmarkierungen auf dem Boden für Warteschlangen anbringen. In möglichen Warteschlangen müssen die Abstandsregeln beachtet werden, evtl. muss eine Kennzeichnung und Überwachung durch das Personal erfolgen. Um Warteschlangen zu vermeiden, empfehlen wir den Einsatz von Bookingbuddy. Hängen Sie beispielsweise Plakate auf, welche auf die Nutzung von Ihrem Buchungssystems hinweisen, sodass die Kunden auch Vorort das System nutzen, um sich anzumelden. So müssen Sie nicht die Adressdaten der Kunden in Papierform aufnehmen.
  • Kassenbereich mit Schutz aus Plexiglas, Sicherheitsglas oder Folie versehen, um so das Personal zu schützen.
  • Nicht automatische Eingangstüren bleiben geöffnet, damit nicht jeder Gast diese berühren muss.
  • Anbieten von Handdesinfektionsgeräten für Besucher und Angestellte.
  • Im Eingangs und Kassenbereich besteht für die Besucher Maskenpflicht.
  • Eingang und Ausgang des Schwimmbades voneinander trennen.
  • Abstandsmarkierungen auf dem Fußboden vor der Kasse oder eindeutig gekennzeichnete Wartezonen. Nur eine Person darf direkt vor die Kasse (Hinweise draußen vor der Eingangstür ).
  • Dem Kassenpersonal sollte ein Mund-Nase-Schutz in ausreichender Zahl zur Verfügung gestellt werden.
  • Online-Buchungslösungen wie Bookingbuddy sollten eingerichtet und gegenüber dem Kunden kommuniziert werden. Z.B. über Facebook, die eigene Webseite und Plakate im Schwimmbad
  • Keine Ruhe- und Wartezeit im Innenbereich ermöglichen, z. B. Stühle und Bänke entfernen oder absperren.
  • Beim Personalwechsel ist der Arbeitsplatz, z. B. Arbeitstisch, Tastatur, Maus und Touchscreen zu reinigen und oder zu desinfizieren.

Brauche ich mehr Personal oder neue Technik?

„Eine lückenlose Aufsicht in Schwimmbädern ist nicht üblich und nach ständiger Rechtsprechung auch nicht erforderlich.“ -DGfdD-

Aus den genannten Anforderungen aus der Verkehrssicherungspflicht lässt sich auch eine generelle Forderung nach mehr Personal nicht ableiten, da es stets auf die individuellen Verhältnisse im Bad ankommt. Es wird sich nach der Öffnung zeigen, wie hoch die Akzeptanz der Badegäste im Hinblick auf die Einhaltung der Maßnahmen ist. Nach unseren Erfahrungen wird man dann flexibel das Personal anpassen müssen. Obwohl eine lückenlose Überwachung nicht üblich ist, muss das Verhalten der Badegäste durch die Aufsicht beobachtet werden.

Zusätzliches Personal wird für das Scannen, bzw. für das Überprüfen der Reservierungen nicht nötig sein. Dies können die Mitarbeiter an der Kasse übernehmen. Dafür wird keine neue Technik benötig. Es reicht ein Smartphone oder Tablet pro Ein- und Ausgang aus. Eine App-Installation von Bookingbuddy ist nicht notwendig. Eine Internetverbindung via WLAN oder Mobilfunknetz sind allerdings Vorraussetzung. Die Reservierungen bzw. Buchungen können mit der Web-Anwendung von Bookingbuddy einfach und schnell gescannt werden.

Bookingbuddy ist jetzt kostenlos für Schwimmbäder verfügbar!

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Demo und Praxisbeispiel

Wie würde eine Schwimmbad Buchungslösung mit Bookingbuddy aussehen? In unserer Demo können Sie unverbindlich eine Beispiel-Buchung vornehmen, um Bookingbuddy näher kennenzulernen. Natürlich können alle Zeiten und Rahmenbedingung individuell angepasst werden.

Ein Praxisbeispiel ist das wunderschöne Prienavera Strandbad der Chiemsee Marina GmbH in Prien am Chiemsee, welches Bookingbuddy bereits erfolgreich im Einsatz hat.

Empfehlungen und Quellen:

Wir empfehlen den DGfdB-Pandemieplan, welcher sehr ausführlich ist und als guter Wegweiser zur Wiedereröffnung genutzt werden kann.

Noch Fragen offen?

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen von Schwimmbadbetreibern.